Unterschied Tagesgeld und Festgeld - einfach erklärt

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Wenn dir bei der Geldanlage die Themen Sicherheit und Zinssatz wichtig sind, dann wirst du zwangsläufig über Tagesgeldkonten und Festgeldkonten stolpern. Aber was genau ist der Unterschied zwischen den beiden Geldanlagen und welches eignet sich für wen? Um diese und weitere Fragen geht es in diesem Blogbeitrag.  

Der Hauptunterschied zwischen Tagesgeld und Festgeld liegt in der Verfügbarkeit und den Zinssätzen. Tagesgeldkonten bieten jederzeit Zugriff auf das Geld und haben variable Zinssätze. Festgeldkonten hingegen haben feste Laufzeiten und garantieren einen festen Zinssatz.

Lass uns jetzt in die Eigenschaften und Vorteile von Tagesgeld und Festgeld einsteigen, um die beiden Geldanlagen noch besser zu verstehen.

Inhaltsverzeichnis

Eigenschaften und Vorteile von Tagesgeldkonten

  • Flexibilität, d. h. jederzeit Zugriff auf Geld
  • Variable Zinssätze
  • Keine feste Laufzeit
  • Keine Mindesteinlage erforderlich
  • Einlagensicherung bis 100.000 € 

Flexibilität
Du hast jederzeit Zugriff auf dein Geld, ohne Kündigungsfristen oder sonstige Beschränkungen. Diese Freiheit macht Tagesgeld zur idealen Wahl, wenn du finanzielle Flexibilität schätzt und dir heute noch nicht sicher bist, wann du dein Geld brauchst.

Variable Zinssätze
Die Zinssätze bei Tagesgeldkonten sind variabel. Das bedeutet, dass sie sich im Laufe der Zeit ändern können. Wenn die Zinsen auf dem Markt seigen, können auch die Zinsen auf dem Tagesgeldkonto steigen. Andererseits können die Zinsen auf dem Konto aber auch sinken, wenn die Marktzinsen sinken.

Keine feste Laufzeit
Tagesgeldkonten haben keine feste Laufzeit. Du kannst dein Geld auf Tagesgeldkonten also unbestimmt lange anlegen. Diese Eigenschaft ist besonders praktisch, wenn du heute noch nicht weißt, wie lange du dein Geld anlegen willst oder wofür du es später brauchst.

Keine Mindesteinlage
Um beim Tagesgeldkonto mit der Anlage deines Ersparten zu beginnen, brauchst du keinen bestimmten Geldbetrag. Du kannst also auch schon mit kleinen Beträgen starten. 

Einlagensicherung 
Dein Geld ist durch die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € pro Anleger und pro Bank garantiert und geschützt. Solange du also nicht mehr als 100.000 € bei einer Bank auf dem Tagesgeldkonto hast, musst du dir keine Sorgen um dein Geld machen. 

Eigenschaften und Vorteile von Festgeldkonto

  • Keine Flexibilität, d. h. kein Zugriff auf Geld
  • Garantierter Zinssatz
  • Feste Laufzeit
  • Mindesteinlage erforderlich
  • Schutz durch Einlagensicherung

Keine Flexibilität
Beim Festgeld legst du dein Geld für einen bestimmten Zeitraum an, zum Beispiel für 1, 2 oder 5 Jahre. Während dieser Zeit hast du keinen Zugriff auf dein Geld. Du kannst es also nicht abheben oder einzahlen, wie beim Tagesgeldkonto. 

Garantierter Zinssatz
Im Gegensatz zu Tagesgeld, bei dem der Zinssatz variabel ist, wird der Zinssatz für Festgeld bei Vertragsabschluss festgelegt und bleibt während der gesamten Laufzeit unverändert. Das gibt dir die Sicherheit, genau zu wissen, wie viel Zinsen du am Ende der Laufzeit bekommen wirst.

Feste Laufzeit
Festgeldkonten haben eine feste Laufzeit. Das kann sowohl ein Vor- als auch ein Nachteil sein. Einerseits weißt du genau, wie lange dein Geld angelegt ist und kannst deine finanzielle Planung darauf abstimmen. Andererseits kannst du nicht spontan auf dein Geld zugreifen.

Mindesteinlage erforderlich
Im Gegensatz zum Tagesgeldkonto ist beim Festgeldkonten häufig eine Mindesteinlage erforderlich, um ein Konto zu eröffnen. Die Höhe dieser Mindesteinlage kann von Bank zu Bank variieren. 

Schutz durch Einlagensicherung
Wie beim Tagesgeld sind auch Festgeldkonten in der Regel durch die gesetzliche Einlagensicherung bis zur Höhe von 100.000 € geschützt.

Für wen lohnt sich ein Tagesgeldkonto?

Ein Tagesgeldkonto eignet sich für verschiedene Personengruppen und kann für diese in unterschiedlichen Lebenssituationen sinnvoll sein. Besonders lohnt sich ein Tagesgeldkonto für: Sparer, Anfänger in der Geldanlage, Personen mit kurz- bis mittelfristigen Zielen und sicherheitsorientierte Menschen.

Lass uns einen genaueren Blick auf diese Personengruppen werfen. Vielleicht fällst du ja auch in eine dieser Kategorien. 😉 

Sparer, die Flexibilität schätzen
Wenn du dein Geld verzinst und sicher anlegen möchtest, ohne dabei auf tägliche Verfügbarkeit verzichten zu müssen, ist ein Tagesgeldkonto eine gute Wahl. Du kannst jederzeit auf dein Geld zugreifen und bist an keinerlei Fristen gebunden.

Anfänger im Bereich Geldanlage
Für Einsteiger, die bisher wenig Erfahrungen mit Finanzprodukten haben, ist ein Tagesgeldkonto eine einfache Möglichkeit, erste Erfahrungen im Bereich der Geldanlage zu sammeln. Da ein Tagesgeldkonto auch keine Mindesteinlage erfordert, können auch kleine Beiträge angelegt werden.

Personen mit kurz- bis mittelfristigen Sparzielen
Wenn du in absehbarer Zeit Zugriff auf den Geld benötigst, kann ein Tagesgeldkonto eine gute Option für dich sein. Dein Geld ist auf dem Tagesgeldkonto täglich verfügbar und kann von dir jederzeit überwiesen oder abgehoben werden.

Personen, die auf Sicherheit setzen
Wie bereits geschrieben, ist ein Tagesgeldkonto eine sichere Anlageform. Die gesetzliche Einlagensicherung Schütz dein Geld bis zur Höhe von 100.000 € pro Konto und Bank. 

Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich sagen, dass sich ein Tagesgeldkonto für viele Menschen lohnt. Denn viele Menschen, die ich kenne gehören einer der genannten Personengruppen an. 

Mein Tipp an dich: Gucke dir deine individuellen Bedürfnisse und Ziele an, die du mit deinem Geld hast. Auf dieser Grundlage kannst du dann entscheiden, ob sich ein Tagesgeldkonto für dich lohnt oder eventuell auch ein Festgeldkonto das Richtige für dich ist.

Apropos: Hier zeigen wir dir 9 Gründe, warum ein Tagesgeldkonto sinnvoll ist.

Für wen lohnt sich ein Festgeldkonto?

Ein Festgeldkonto lohnt sich vor allem für langfristige Sparer, sicherheitsbewusste Anleger, Personen denen ein fester Zinssatz wichtig ist und Menschen die über größere Geldbeträge verfügen.

Langfristige Sparer 
Wenn du Geld für einen längeren Zeitraum anlegen möchtest und während dieser Zeit keinen Zugriff darauf benötigst, ist ein Festgeldkonto eine gute Wahl. Du kannst von garantierten Zinssätzen profitieren und weißt bereits vorab, wie viel Zinsen du am Ende der Laufzeit erhalten wirst.

Sicherheitsbewusste Anleger 
Wie beim Tagesgeldkonto garantiert dir die gesetzliche Einlagensicherung auch beim Festgeldkonto, dass dein Geld bis zum Betrag von 100.000 € bei einer Bank geschützt ist. Wenn du diesen Betrag nicht überschreitest, hast du kein Ausfallrisiko für dein Erspartes.

Personen, die einen festen Zins bevorzugen
Wenn du Wert auf Planungssicherheit legst und genau wissen möchtest, wie viel Zinsen deine Anlage erwirtschaften wird, ist Festgeld eine passende Wahl. Im Gegensatz zu Tagesgeld, bei dem die Zinssätze variieren können, bleibt der Zinssatz beim Festgeld während der gesamten Laufzeit unverändert.

Anleger mit größeren Geldbeträgen
Da Festgeldkonten oft eine Mindesteinlage (also Mindestgeldhöhe) erfordern, sind sie besonders für diejenigen geeignet, die bereits größere Geldbeträge zur Verfügung haben und diese sicher und rentabel anlegen möchten.

Findest du dich in einer oder mehreren dieser Kategorien wieder? Falls ja, könnte ein Festgeldkonto genau das Richtige für dich sein.

Wenn du einen Überblick über die besten Festgeldkonditionen haben willst, dann guck dir gerne unseren Festgeldvergleich an. Hier findest du die aktuellsten Angebote zusammengefasst.

Fazit

Sowohl Tagesgeldkonten als auch Festgeldkonten sind sichere Anlagemöglichkeiten für dein Geld. Beim Tagesgeld profitierst du von Flexibilität und jederzeitigen Zugriff. Beim Festgeld hingegen bekommst du meist höhere Zinssätze und Planungssicherheit durch eine feste Laufzeit.

Beide Anlageformen haben ihre Vor- und Nachteile, und es hängt von deinen individuellen Bedürfnissen und Zielen ab, welche der beiden Geldanlagen besser zu dir passt.

Denke sowohl beim Tagesgeld als auch beim Festgeld daran, die aktuellen Zinssätze und die Inflationsentwicklung im Auge zu behalten. So stellst du sicher, dass du das beste Zinsangebot bekommst und sich deine Geldanlage real betrachtet (also nach Abzug der Inflation) auch wirklich lohnt.

FAQ

Sind Tagesgeld und Festgeld sichere Anlagen?

Grundsätzlich gelten sowohl Tagesgeld als auch Festgeld als sichere Anlageformen, da das angelegte Geld in der Regel durch die gesetzliche Einlagensicherung bis zu einem Betrag von 100.000 € abgesichert ist.

Was sollte ich bei Festgeld beachten?

Bei Festgeld sind die Laufzeit, der Zinssatz, die Mindesteinlage und die Kündigungsfrist wichtige Faktoren. Ebenfalls spielen die Seriosität der Bank, die Einlagensicherung und die Laufzeit des Festgelds eine wichtige Rolle.

Wie viel Festgeld sollte man haben?

Die Höhe des Festgeldes hängt von den finanziellen Zielen und der Risikobereitschaft des Anlegers ab. Eine gängige Empfehlung ist, 3 Monatsgehälter als Notgroschen zu haben, bevor in Festgeld oder andere Anlageklassen investiert wird. Es sollte vorab überlegt werden, wie viel Geld langfristig angelegt werden kann, ohne im Notfall darauf angewiesen zu sein.

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