Was ist dein „Warum“?

Serie Nr. 1, Beitrag Nr. 1 – Los geht’s!

Um ehrlich zu sein, habe ich mich schwer damit getan zu entscheiden an welcher Stelle dieser Beitrag erscheinen soll. 

Nach einigem Überlegen und Austausch mit meiner Frau war ich aber davon überzeugt, dass dieser Beitrag der Erste sein muss – noch vor der eigentlichen Einleitung in das Thema des finanziellen Mindsets.

Seine Kernaussagen und das Verständnis dieser sind zu wichtig, um irgendwann zwischendrin Erwähnung zu finden. Der Titel des Beitrags klingt philosophisch und um ehrlich zu sein ist er das auch. Es geht nämlich um das wichtige Thema der Motive im Leben!

Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen.

1. Die wichtigste Frage überhaupt bei Projekten

Die wichtigste Frage, die du dir am Anfang eines jeden Projektes (egal in welchem Lebensbereich) stellen und beantworten solltest ist die Frage:

Warum will ich das überhaupt machen?

Die Antwort auf die Frage nach dem eigenen „Warum“ ist deshalb so wichtig, da sie in dir die Motivation für dieses Projekt entfacht. Sie zeigt dir, welcher Sinn sich hinter deiner Arbeit und deinem Einsatz verbirgt und sie gibt dir Kraft auch in schlechten Phasen am Ball zu bleiben.

Bei der Frage nach deinem „Warum“ erörterst du also die Gründe dafür, weshalb du die Energie und Zeit aufwenden willst, um dieses konkrete Ziel zu erreichen. Dein „Warum“ ist also die Basis, auf dem dein Projekt aufgebaut ist!

Vielleicht erkennst du folgendes Muster auch bei dir wieder!? Du hast eine gute Idee, die du im Rahmen eines eigenen Projektes umsetzen willst. Voller Euphorie machst du dich also ans Werk und fängst an deine Idee umzusetzen. Du bist völlig begeistert und die ersten Tage läuft alles nach Plan.

Nach einer gewissen Zeit merkst du allerdings, dass deine Motivation schwindet und du den Fokus verlierst. In dir kommen Zweifel auf, ob das Projekt so überhaupt sinnvoll und für dich das Richtige ist. Da du dir unsicher bist, lässt du das Projekt lieber auslaufen oder brichst es sofort ab, bevor du ein Risiko eingehst oder dich zum Gespött der Leute machst.

Kennst du das?

Ich muss gestehen, dass ich in meinem Leben einige solcher Projekte hatte. Ich war von einer Idee anfänglich begeistert und wollte diese so schnell wie möglich umsetzen. Meist startete ich diese Projekte völlig überhastet und Hals über Kopf aus einer Phase der Frustration über andere Dinge. 

Häufig wollte ich mit der Umsetzung des Projektes anderen frustrierenden Lebensumständen entfliehen. All diese Projekte waren von vorne herein zum Scheitern verurteilt. Ich habe die Projekte auf der falschen Basis aufgebaut.

Versteh mich nicht falsch! Euphorie und Umsetzung sind essentielle Schlüsselfaktoren für Erfolg. Allerdings ist der dahinterstehende Grund, dein „Warum“ noch eine Stufe wichtiger. Wenn du nicht weißt, warum und wofür du eine Sache machst, wirst du weder erfolgreich noch glücklich damit werden! 

Nur wenn du dir ständig vergegenwärtigst, warum du ein Ziel unbedingt erreichen willst, kannst du die dafür notwendige Motivation über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten.

Das eigene „Warum“ kann sehr vielfältig und vielschichtig sein. Es kann ein Grund sein, der dich antreibt oder aber es können auch mehrere verschiedene Gründe sein, weshalb du dich mit einem Projekt beschäftigen möchtest.

Dein „Warum“ kann sich auch über die Zeit verändern. So kann ein ursprünglicher Grund am Anfang durch weitere Gründe, die im Laufe der Zeit dazukommen, ergänzt oder ersetzt werden. Nicht selten besteht das „Warum“ auch aus ideellen Vorstellungen vom Leben.

Das klingt jetzt im ersten Schritt sehr allgemein. Damit du die Frage nach dem „Warum“ besser nachvollziehen kannst, gebe ich dir ein Beispiel und erkläre dir, weshalb ich mich mit meinen Finanzen beschäftige.

2. Mein „Warum“ in Bezug auf meine Finanzen und diesen Blog

Ich persönlich betrachte meine Finanzen als ein dauerhaftes „Projekt“, das ich ständig weiter entwickele und welches ständig mit mir wächst.

Mein „Warum“, weshalb ich mich mit meinen Finanzen auseinandersetze und mittlerweile auch diesen Blog betreibe, setzt sich heute aus mehreren Gründen zusammen, die sich im Laufe der Zeit erweitert haben.

Ich bin seit meiner Jugend ein strukturierter und ordentlicher Mensch. Es war für mich deshalb schon in jungen Jahren selbstverständlich mein Vermögen in strukturierter Art und Weise in Form einer Excel-Tabelle festzuhalten. 

Mit Ende 20 fing ich an meine monatlichen Ausgaben zu dokumentieren. Nach meinem Studium entwickelte ich dann mein eigenes System zum Umgang mit Geld.

Struktur, Ordnung und der Besitz von Geld lösen in mir die Gefühle der Kontrolle und Sicherheit in meinem Leben aus. Wie ich bereits im Beitrag „Einführung in das Konzept des finanziellen Fundaments“ geschrieben habe ist die Zufriedenheit im Bereich Finanzen eines der fünf Elemente des Glücks.

Das Bewusstsein auf die Gefühle der Kontrolle und Sicherheit nicht verzichten zu wollen war für mich der anfängliche Hauptgrund mich mit meinen Finanzen auseinandersetzen. Es erfüllt mich zudem, dass sich auch bei meiner Frau genau diese Gefühle einstellen und sie mir 100% vertraut, wenn ich mich um unsere Finanzen kümmere.

Des Weiteren liebe ich Zahlen, wirtschaftliche Zusammenhänge und die Entwicklung eigener Dinge. Geld ist für mich ein wundervolles Werkzeug, um die wirklich wichtigen Dinge im Leben zu kaufen und zu unterstützen (hierzu mehr im Laufe des Blogs).

All diese Leidenschaften kann ich mit dem Management meiner Finanzen verbinden.

Im Laufe der Jahre haben sich jedoch noch weitere starke Gründe entwickelt, die heute Bestandteil meines „Warums“ sind.

Ich will später für meine Kinder in vielen Lebensbereichen ein Vorbild sein. Einer dieser Lebensbereich ist der Bereich Finanzen. Ich möchte ihnen sinnvolles und lebensnotwendiges finanzielles Grundwissen vermitteln, welches ihnen schulisch oder universitär nicht beigebracht wird.

Zudem möchte ich, dass sie bei finanziellen Fragen auf mich zukommen, mich um meinen Rat bitten und mir im besten Fall in Puncto Geld sogar nacheifern. Denn dann habe ich es geschafft die Inhalte eines mir wichtigen Themas auch an sie weiter zu geben.

Insbesondere in den letzten Jahren habe ich festgestellt, dass mein über die Jahre angesammeltes und auf eigenen Erfahrungen beruhendes finanzielles Wissen auch für andere Menschen von Nutzen ist. Ich möchte es deshalb auf diesem Blog auch anderen Menschen als Hilfestellung zur Verfügung stellen.

In meiner Schulzeit habe ich Nachhilfe im Fach Mathematik gegeben. Es hat mir schon damals Spaß gemacht anderen Menschen mit meinem Wissen weiterzuhelfen. Und genauso ist es auch heute noch. 

Der Gedanke, dass ich mit meinem Einsatz und meinem Wissen für andere Menschen einen Mehrwert generieren und ihnen helfen kann, motiviert mich und macht mich glücklich.

Wenn ich mein Wissen anderen Menschen weitergeben und ihnen damit helfen kann, dann wäre dies eine Sache, die mich selbst verwirklicht. Hierauf arbeite ich aktuell hin und dieses Ziel gibt mir die Motivation jeden Tag besser zu werden.

Wie du siehst ist mein „Warum“ vielschichtig. Es hat sich über Jahre entwickelt und es wird sich auch in Zukunft weiterentwickelt. Neben ursprünglich rein rationalen Motiven, wie der Sicherheit und der Kontrolle, haben sich weitere ideelle Motive wie z. B. anderen Menschen mit meinem Wissen zu helfen dazu entwickelt.

Jedes „Warum“ eines Menschen ist unterschiedlich. Dinge, die mir wichtig sind, müssen es nicht auch für dich sein. Es gibt beim „Warum“ kein Richtig oder Falsch, solange wir uns innerhalb des geltenden Gesetze und ethischen Normen befinden.

3. Wie auch du dein „Warum“ in Bezug auf deine Finanzen findest!

Wie steht‘s um also um dich? Warum willst du dich mit deinen Finanzen auseinandersetzen?

Falls du die Antwort schon kennst: Herzlichen Glückwunsch!

Falls nicht, möchte ich dir jetzt einige Tipps und Fragestellungen mit auf den Weg geben, die dir helfen können dein eigenes „Warum“ zu finden.

Die Tatsache, dass du die Zeilen liest, zeigt mir auf jeden Fall schon mal, dass du dich mit deinen Finanzen beschäftigen willst. Und allein dieses Interesse ist eine wichtige Voraussetzung, um sich dauerhaft mit seinen Finanzen auseinander zu setzen.

Das Bewusstsein, dass die Zufriedenheit im Bereich der Finanzen eines der fünf Elemente des Glücks ist, sollte der Hauptgrund eines jeden Menschen sein sich mit seinen Finanzen zu beschäftigen.

Geld ist ganz einfach ein Teil deines Glücks.

Folgende Fragen können dir dabei helfen um herauszufinden, ob du aktuell zufrieden im Bereich der Finanzen bist:

  • Ist das Thema Geld/Finanzen ein Streitthema zwischen dir und deinem Partner oder Freunden?
  • Fühlst du dich unsicher im Umgang mit Geld?
  • Denkst du, dass du aktuell oder im Alter zu wenig Geld besitzt?
  • Hast du Angst deinen Kontostand im Online-Banking zu sehen?
  • Kriegst du Magenschmerzen, wenn an deine Vermögenssituation denkst?

Wenn du eine oder mehrere dieser Fragen mit „Ja“ beantworten kannst, dann ist das ein Zeichen dafür, dass du aktuell im Bereich der Finanzen noch nicht zufrieden bist und du dich mit deinen Finanzen beschäftigen solltest!

Neben diesem rationalen Motiv können genauso wie bei mir auch ideelle Motive Bestandteil deines „Warums“ sein.

  • Möchtest du anderen Menschen bei ihren Finanzen helfen?
  • Willst du eine Vorbildfunktion für deine Kinder oder andere im Bereich der Finanzen sein?
  • Möchtest du mit deinem Geld Menschen oder Organisationen unterstützen?
  • Ist das Thema Finanzen für dich eine Leidenschaft, in der du dazu lernen möchtest und dich selber weiterentwickeln möchtest?

Das Thema Geld ist ein ständiger Begleiter im Alltag. Der Umgang mit den eigenen Finanzen ist deshalb auch ein elementares und dauerhaftes „Projekt“ in deinem Leben.

Aus diesem Grund ist es wichtig, dass du dich selber hinterfragst und für dich feststellst, weshalb du dich mit dem Projekt Finanzen dauerhaft beschäftigen möchtest. Deine Motive müssen stark und überzeugend sein, damit du dauerhaft am Ball bleibst!

Kennst du bereits dein „Warum“ in Bezug auf Finanzen? Ich bin gespannt auf deinen Kommentar! 🙂 

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