Steuer auf das Festgeldkonto? Das solltest Du wissen

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Stolperst du auch über das Thema Steuern beim Festgeldkonto und fragst dich, wie das Ganze funktioniert? Keine Sorge, hier klären wir gemeinsam, was beim Festgeldkonto steuerlich auf dich zukommt und was du unbedingt wissen solltest. Tauche mit uns in die Welt der Finanzen ein und lass uns das Rätsel lösen!

Auf Zinserträge aus einem Festgeldkonto fällt in Deutschland die Abgeltungssteuer an. Diese Steuer wird direkt von der Bank an das Finanzamt abgeführt. Es ist wichtig, den jährlichen Freibetrag zu beachten, bis zu dem Zinseinkünfte steuerfrei bleiben. Jenseits dieses Betrags werden Zinsen besteuert.

Das Gute ist, dass du nicht zwangsläufig eine Steuererklärung machen musst, da die Abgeltungssteuer automatisch an das Finanzamt abgeführt wird. Solange du deinen Steuerfreibetrag nicht ausschöpfst, musst du gar keine Steuern abführen.

Wenn du mehr zum Thema Steuern auf das Festgeldkonto erfahren möchtest, dann bleib dran! In den folgenden Abschnitten gehen wir auf die wichtigen Punkte ein, die du wissen solltest. Es lohnt sich, weiterzulesen!

Welche Steuern fallen auf das Festgeldkonto an?

Stell dir das Festgeldkonto als eine Art Sparbüchse vor, in die du Geld hineinlegst und nach einer bestimmten Zeit, dank der Zinsen, mehr Geld herausbekommst. Aber natürlich will der Staat auch etwas davon abhaben in Form von Steuern. Welche genau?

Hauptsteuer – Abgeltungssteuer:

  • Was ist das?
    Das ist die Steuer, die auf Kapitalerträge anfällt. Und ja, die Zinsen aus deinem Festgeldkonto zählen als solche. Wenn du Zinsen erhältst, kassiert der Staat über die Bank automatisch einen Teil davon ab – das ist die Abgeltungssteuer.

  • Wie hoch ist sie?
    Die genaue Höhe kann variieren, liegt aber in vielen Ländern bei etwa 25%. Hinzu können noch Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer kommen.

Sparer-Pauschbetrag:

  • Klingt kompliziert, ist es aber nicht.
    Jeder Bürger hat einen jährlichen Freibetrag, bis zu dem er Zinseinkünfte steuerfrei erhalten kann. Das bedeutet, bis zu diesem Betrag musst du keine Abgeltungssteuer zahlen.

  • Wie nutze ich das?
    Du musst bei deiner Bank einen Freistellungsauftrag stellen. Ganz wichtig: Der Betrag gilt pro Person. Also, wenn du verheiratet bist oder mit jemandem ein Gemeinschaftskonto hast, kann dieser Betrag sich verdoppeln.

  • Wie hoch ist der Sparer-Pauschbetrag?
    Der Sparerpauschbetrag liegt aktuell (Stand 2023) für Alleinstehende bei 1.000 Euro pro Jahr und für Verheiratete bei 2.000 Euro pro Jahr.

Muss die Inflation auch berücksichtigt werden?

  • Ein bisschen Hintergrund:
    Inflation bedeutet, dass das Geld im Laufe der Zeit an Kaufkraft verliert. Das kann bedeuten, dass die Zinsen, die du auf deinem Festgeldkonto verdienst, durch die Inflation „aufgefressen“ werden.

  • Steuern und Inflation:
    Auch wenn die Inflation die Kaufkraft deines Geldes beeinflusst, werden die Steuern auf den vollen Zinssatz erhoben, unabhängig davon, wie hoch die Inflation ist.

Wenn du also ein Festgeldkonto hast oder darüber nachdenkst, eines zu eröffnen, denk daran, dass der Staat einen Teil deiner Zinserträge in Form von Steuern nimmt. Aber keine Panik, mit dem Sparer-Pauschbetrag gibt es eine Möglichkeit, zumindest einen Teil deiner Zinsen steuerfrei zu behalten. Informiere dich immer gut und überlege, ob ein Festgeldkonto für deine individuellen Bedürfnisse und Ziele sinnvoll ist. Es ist immer eine gute Idee, einen Experten zu Rate zu ziehen, bevor du finanzielle Entscheidungen triffst.

Werden Zinsen vom Festgeldkonto versteuert?

Lass uns in diesem Abschnitt über die Zinsen von einem Festgeldkonto sprechen und wie es mit den Steuern aussieht. wie genau funktioniert das System mit den Steuern auf diese Zinsen?

Zinsen und Steuern – Der Grundgedanke:

  • Warum überhaupt Steuern auf Zinsen?
    Wenn du Geld verdienst, sei es durch Arbeit, Vermietung oder eben durch Zinsen, möchte der Staat daran teilhaben und erhebt Steuern. Bei Zinsen spricht man von Kapitalerträgen, und genau die werden versteuert.

  • Automatische Abführung:
    Das Tolle (oder auch nicht so tolle) ist, dass du dich nicht aktiv darum kümmern musst. Deine Bank behält die Steuern automatisch ein und führt sie an das Finanzamt ab.

Wie viel muss ich abgeben? – Die Abgeltungssteuer:

  • Was genau ist das?
    Die Abgeltungssteuer ist die Steuer auf Kapitalerträge, also auch auf deine Zinsen. Diese Steuer wird direkt von deiner Bank einbehalten, sobald du Zinsen erhältst.

  • Wie hoch ist diese Steuer?
    Es gibt einen festen Satz für diese Steuer, der in vielen Ländern bei etwa 25% liegt. Aber Vorsicht, je nachdem, wo du wohnst, können noch der Solidaritätszuschlag oder Kirchensteuer dazu kommen.

Ein kleines Geschenk vom Staat – Der Sparer-Pauschbetrag:

  • Was ist das?
    Das ist quasi ein kleiner Bonus für Sparer. Bis zu einem bestimmten Betrag pro Jahr sind deine Zinseinkünfte steuerfrei. Aktuell liegt dieser Freibetrag bei 1.000 Euro pro Jahr für Singles und 2.000 Euro pro Jahr für Ehepaare. (Stand 2023)

  • Wie bekomme ich das?
    Du musst bei deiner Bank einen sogenannten Freistellungsauftrag stellen. Dann weiß die Bank, dass sie bis zu diesem Betrag keine Steuern einbehalten soll. Das ist besonders nützlich, um den vollen Vorteil deiner Zinseinkünfte zu nutzen.

Die Zinsen, die du auf deinem Festgeldkonto verdienst, werden versteuert. Aber es gibt auch Möglichkeiten, zumindest einen Teil davon steuerfrei zu behalten. Wichtig ist, dass du dich immer gut informierst und am besten mit einem Experten sprichst, um sicherzustellen, dass du alle Vorteile nutzt, die dir zustehen. Es mag ein wenig kompliziert klingen, aber mit ein bisschen Planung und Verständnis kannst du das Beste aus deinem Festgeldkonto herausholen!

Wird ein Festgeldkonto dem Finanzamt gemeldet?

Du fragst dich vielleicht, ob das Finanzamt überhaupt weiß, dass du ein Festgeldkonto hast. Hier ist, was du wissen solltest:

Die Basics:

  • Automatischer Informationsaustausch:
    In vielen Ländern gibt es mittlerweile Abkommen zum automatischen Austausch von Bankinformationen. Das bedeutet, dass Banken in gewisser Weise verpflichtet sind, Kontoinformationen mit den Finanzbehörden zu teilen.

  • Nicht direkt das Konto, aber die Kapitalerträge:
    Es geht nicht unbedingt darum, dem Finanzamt jeden einzelnen Cent auf deinem Konto zu melden. Vielmehr geht es um die Zinsen und andere Kapitalerträge, die du daraus erhältst.

Warum möchte das Finanzamt wissen, dass ich ein Festgeldkonto habe?

  • Versteuerung der Kapitalerträge:
    Die Hauptmotivation hinter dieser Meldung ist sicherzustellen, dass alle Bürger ihre Kapitalerträge, wie z.B. Zinsen, korrekt versteuern.

  • Transparenz:
    Es hilft auch dabei, Geldwäsche oder Steuerhinterziehung zu verhindern, indem für Transparenz bei den Finanzen gesorgt wird.

Muss ich selbst etwas tun?

  • Automatische Abführung der Abgeltungssteuer:
    Wie bereits erwähnt, zieht die Bank in den meisten Fällen die fällige Abgeltungssteuer direkt ab und führt sie an das Finanzamt ab. Das nimmt dir schon mal Arbeit ab.

  • Freistellungsauftrag:
    Vergiss nicht, deiner Bank einen Freistellungsauftrag zu geben, wenn du den Sparer-Pauschbetrag nutzen möchtest. Damit teilst du der Bank mit, dass sie bis zu einem bestimmten Betrag keine Steuern einbehalten soll.

  • Jahressteuerbescheinigung:
    Es ist immer gut, eine Jahressteuerbescheinigung von deiner Bank anzufordern. So hast du einen Überblick über alle abgeführten Steuern und kannst diese bei Bedarf in deiner Steuererklärung angeben.

In gewisser Weise wird dein Festgeldkonto dem Finanzamt gemeldet, insbesondere in Bezug auf die Kapitalerträge, die du daraus erhältst. Aber keine Sorge, solange du ehrlich bist und alle notwendigen Schritte unternimmst, wie das Einrichten eines Freistellungsauftrags, solltest du in Bezug auf Steuern keine Probleme haben.

Das System ist so eingerichtet, dass es für den Durchschnittsbürger relativ einfach ist, seinen steuerlichen Verpflichtungen nachzukommen. Es ist immer eine gute Idee, sich bei Unsicherheiten an einen Steuerberater zu wenden.

Fazit

Das Thema klingt wesentlich komplizierter als es ist. In der Regel werden alle Informationen automatisch weitergegeben und Du musst dich um nichts kümmern.

Das Finanzamt hat meistens schon einen Überblick über die Zinsen, die du verdienst, weil die Banken die Info weitergeben. Du solltest einfach sicherstellen, dass die Abgeltungssteuer korrekt von deiner Bank abgezogen wird und, wenn du möchtest, einen Freistellungsauftrag einrichten, um von den steuerfreien Zinsen bis zu einem bestimmten Limit zu profitieren.

Möchten Du wissen, wie hoch die Abgaben beim Tagesgeldkonto sind, dann schau unbedingt mal hier vorbei: Steuern auf das Tagesgeldkonto – Wie hoch sind die Abgaben?

FAQ

Werden die Zinserträge an das Finanzamt gemeldet?
 

Ja, die Zinserträge von deinem Festgeldkonto werden in der Regel an das Finanzamt gemeldet. Deine Bank führt in den meisten Fällen die Abgeltungssteuer direkt ab und gibt diese Information weiter. So wird sichergestellt, dass alle Kapitalerträge korrekt versteuert werden. Es empfiehlt sich, alle Belege sorgfältig aufzubewahren.

Wie muss Festgeld versteuert werden?
 

Das Festgeld und seine Zinsen müssen versteuert werden. Dabei werden die Zinserträge deinem Einkommen hinzugerechnet und die Abgeltungssteuer abgeführt. Deine Bank zieht diese Steuer meistens direkt ab. Um den steuerfreien Freibetrag zu nutzen, solltest du einen Freistellungsauftrag bei deiner Bank einreichen. So behältst du den Überblick.

Wie viel Geld auf Festgeldkonto steuerfrei?
 

Auf deinem Festgeldkonto sind die Zinsen bis zu einem bestimmten Freibetrag steuerfrei: 1.000 Euro für Einzelpersonen und 2.000 Euro für verheiratete Paare. Diesen Sparer-Pauschbetrag kannst du nutzen, indem du deiner Bank einen Freistellungsauftrag erteilst. Alles darüber hinaus muss versteuert werden.

2 Gedanken zu „Steuer auf das Festgeldkonto? Das solltest Du wissen“

  1. Wie sieht es denn steuerlich aus, wenn ich ein Festgeldkonto (3 Jahre Laufzeit) habe und die Zinsen erst nach 3 Jahren gutgeschrieben werden.
    Muss ich dann alles für ein Jahr in der Steuererklärung angeben oder den jeweiligen Zinsbetrag pro Jahr?

    Antworten
    • Hallo Michael,

      danke für deine Frage. Für die Besteuerung von Zinsen aus einem Festgeldkonto, die erst am Ende der Laufzeit ausgezahlt werden, ist der Zeitpunkt der Zinsgutschrift entscheidend. In Deutschland gilt das Zuflussprinzip, was bedeutet, dass Einkünfte in dem Jahr zu versteuern sind, in dem sie dem Steuerpflichtigen zugeflossen sind. Wenn die Zinsen also erst nach Ablauf der 3-jährigen Laufzeit des Festgeldkontos gutgeschrieben werden, sind sie auch erst in diesem Jahr als Einkünfte aus Kapitalvermögen in der Steuererklärung anzugeben und zu versteuern. Sollten die Zinsen allerdings jährlich gutgeschrieben werden, müssen diese auch jährlich versteuert werden. Es ist immer ratsam, sich bei spezifischen steuerlichen Fragen an einen Steuerberater oder das zuständige Finanzamt zu wenden, um individuelle Gegebenheiten und mögliche Änderungen in der Steuergesetzgebung berücksichtigen zu können.

      Viele Grüße,

      Florian

      Antworten

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